Geschenk aus heiterem Himmel

Da saß ich nun im Pony, wie immer eigentlich nachdem ich unterwegs war. Ich setzte mich in die hinterste Ecke, damit ich in Ruhe gelassen werde und mich auf meine Arbeit konzentrieren kann. Nachdem ich meine Runentasche geöffnet und die Sachen, die ich brauchte, auf dem Tisch aufgereiht hatte, begann ich damit neue Runen zu schreiben die mir mein Lehrer gezeigt hatte. Zu meiner erleichterung war nicht sehr viel los, vor allem spielte nicht jeder durcheinander. Schon nach kurzer Zeit hatte ich sie fertig, packte die Feder und das Pergament zusammen und lehnte mich an den Tisch um mich etwas auszuruhen. Ich dämmerte gerade vor mich hin als ich eine Elbenstimme vernahm. Maer Arad, hîr nín. hörte ich die Elbe sagen und sah zu ihr hoch. Ich musterte sie kurz und erwiederte dann ihre Begrüßung: Mae Govannen, meldis. Sie lächelt mir freundlich entgegen und ich wusste bereits, dass ich meine Ruhe vergessen kann.

Zu meiner verwunderung jedoch sagte sie etwas, dass ich nicht erwatet hätte: Möchten sie einen Strauss Blumen kaufen? Ich musterte sie nochmals, überlegte kurz und fragte sie schließlich welche Blumen sie verkauft, und weshalb. Kornblumen, der Herr. antwortete sie mir Ich verkaufe sie aus Freude, ihr könnt sie ja eurer Angebeteten schenken. Ich sah sie nur Ratlos an, immerhin hatte ich niemanden dem ich sie schenken sollte, aber aus irgendeinem Grund tat ich es trotzdem und kaufte einen. Hannon Le. sagte sie mir lächelnd und ging weiter als wär nichts gewesen.

Ratlos sah ich die Blumen an, die jetzt vor mir auf dem Tisch lagen. Ich nahm sie zwischen die Hände und sah sie mir genauer an, schön waren sie, ohne Frage, jedoch wusste ich nichts damit anzufangen. Mit Blumen kannte ich mich sowieso nicht aus, sie würden nur eingehen, früher oder später. Ich beschloss erstmal zur Sippenhalle zu reisen, dort vielleicht ein Gefäss suchen, dass ich benutzen kann. Später würd ich mich dann dafür entschuldigen es unerlaubt genommen zu haben. Auf dem Weg nach draussen sah ich wieder die Elbe, die gerade weitere Blumen verkaufen wollte. Ich ging zu ihr und wollte mich dann nochmal kurz bedanken, sah aber das es wohl ein Problem gab. Neben ihr war eine andere Elbe, kramte in ihrer Tasche und hatte wohl nicht genug dabei. Ich holte ein paar Kupfermünzen und ging dann zu den beiden, fragte was los sei, auch wenn ich es bereits wusste. Nachdem sie mit erzählte, dass die andere Elbe kein Geld habe, nahm ich die Kupfermünzen und drückte es ihr in die Hand. Die Blumen gehen auf mich. sagte ich und ging, mit einem merkwürdigem Blick im Rücken.

Vor dem Pony stieg ich auf mein Pferd, die Blumen in der Hand. Auf dem Weg zur Siedlung sah ich dann eine Ruine, die ich noch nicht erforscht hatte. Um die Blumen könnte ich mich auch später kümmern, ritt geradewegs darauf zu und blieb plötzlich stehen als ich sie sah. Svenijya war wohl ebenso überrascht mich zu sehen, was für ein Zufall. Ich stieg ab, die Blumen hinter meinem Rücken versteckt und lächelte erstmal. Mae Govannen, hiril nín. sagte ich und sie antwortete mir, nachdem sie über die Schulter sah, zu dem gekloppe: Grüße, Herr. antwortete sie mir und sagte es ginge ihr gut, nachdem ich sie gefragt hatte. Plötzlich sagte sie mir Falls ich.. irgendetwas gesagt habe, das Euch oder Euer Volk beleidigte, so tut es mir Leid. Ich überlegte kurz und erinnerte mich an den letzten Abend, mit den Krügen Met und nickte dann. Keine Sorge, soweit ich es weiss habt ihr nichts derartiges gesagt. antwortete ich lächelnd. Nach einer kurzen Unterhaltung fielen mir dann die Blumen ein. Ich hab etwas für euch. sagte ich und holte die Blumen hinter meinem Unhang hervor und hielt sie vor der Brust. Ich dachte mir, ihr könntet damit sicher mehr anfangen als ich. Ich sah wie sie etwas rot wurde, war unbeabsichtigt, aber es freute mich beinahe. Sie blinzelte merhmals, sah zwischen den Blumen und mir. Ich streckte ihr zur bekräftigung meiner Worte die Blumen entgegen und lächelte wieder. Nach einer kurzen Pause zog sie schließlich ihre Handschuhe aus und nahm sie in die Hände. D-..danke. sagte sie. Ich kratze mir am Kopf, wurde auch fast rot.  Bitte. antwortete ich schnell und es trat eine unangenehme Stille ein. Naja, ich wollt euch nicht aufhalten. versuchte ich die Stille zu durchbrechen.  I-ich sollte die … besser nach Hause bringen … Wasser und so … sagte sie schließlich. Nun wurde sie richtig rot und ich sah nur auf mich hinab, konnte es fast nicht ertragen. Ja, ehm, tut das. Sie grinste wieder verlegen und ich sagte ihr, dass die Blumen bereits etwas Wassen haben, wegen dem kurzen Regen. Ja.. dann…uhm…ich stell‘ sie besser ins Wasser.  Ich nickte ihr dann lächelnd zu und sagte ihr noch, bevor ich dachte sie wolle gehen: Also wenn ihr sie wirklich behalten wollt, dann freut es mich natürlich ungemein. Sie nickte mir kurz zu und blieb weiter stehen. Ich seufzte innerlich, grinste dann und legte ihr meine Hände auf die Schultern, während sie die Blumen weiter in ihren Händen hielt und blinzelte mich verdutzt an. Ich drehte sie langsam um. Ah.. richtig sagte sie dann schließlich, als sie sich jedoch nicht rührte meinte ich grinsend: Geht schon. ich halte euch nur auf, Sie machte kurz einen Schritt nach vorne und flitze dann los, so schnell hab ich noch nie jemanden laufen sehen. Ich sah ihr noch hinterher, bis sie hinter dem ersten Hügel verschwunden war. Das Problem mit den Blumen war gelöst und ich ging zur Ruine, wieder an meine Arbeit.

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Kategorien: Gonathra Gail | Hinterlasse einen Kommentar

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